TrinkwasserVerordnung 2001

novelliert im 1. Änderungsges. zur TrinkwasserV 2011

novelliert im 2. Änderungsges. zur TrinkwasserV aus 2012

Die TrinkwasserVerordnung 2011 (eigentlich handelt es sich um die TrinkwasserV 2001, die 2011 und 2012 ergänzt wurden) fokussiert bei Hausinstallationen besonders die Legionellengefahr im Trinkwasser.

 

Reduzierte Warmwassertemperaturen lassen Bakterien (z.B. Legionellen) bestens gedeihen. Deren Heimstatt ist der sogenannte Biofilm, eine Ablagerung an den Rohrinnenwänden von Wasserleitungen. In ihm nisten sich die Bakterien ein und vermehren sich. Eine Schutzschicht, die sogenannte Extrazelluläre polymere Substanz (EPS) grenzt ihn zum Wasserstrom hin ab. Hier finden die im Wasser in kleinen Mengen vorhandenen Legionellen hervorragende Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen. So kommt es schon nach kurzer Zeit zu erhöhten Legionellenzahlen auch im vorbeiströmenden Fließwasser.

 

Beim Abregnen des Wassers aus Duschen oder Wasserhähnen mit Perlatoren wird das Wasser verwirbelt. Mit diesem sogenannten Aerosol werden auch die Legionellen ausgeworfen, welche unter der Dusche vom Menschen eingeatmet werden.

 

Immungeschwächte oder ältere Menschen, Kinder aber auch frisch operierte Patienten tragen ein stark erhöhtes Risiko sich mit der sogenannten Legionellose zu infizieren. Im Jahr 2005 taxierte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die jährliche Erkrankungszahl mit bis zu 10.000 bei einer Sterblichkeitsrate von bis zu 2.000 Fällen.

 

Die Dunkelziffer ist riesig. Andere Statistiken sprechen von mehr als 4.000 Toten p.a. in Deutschland. Das wären dann sogar mehr, als 2011 im Straßenverkehr.

 

Hier will die TrinkwV 2011 durch erhöhte Melde- und Kontrollpflichten vorsorgen. Erstmals werden diese auch auf gewerbliche* Betreiber kleinerer Warmwasser-versorgungsanlagen ab 400 Liter Volumen bzw. mehr als 3 Liter Leitungsinhalt zwischen Kessel und Zapfstelle ausgedehnt. Ab 1. November 2011 werden diese melde- und  kontrollpflichtig. Bei Erreichen des Grenzwertes ist eine Entkeimung vorgeschrieben.

 

Kommt ein zur Meldung und Beprobung verpflichteter Hauseigentümer oder Verwalter seiner Desinfektionspflicht nicht nach, sieht das Gesetz empfindliche Strafen vor. Soweit ein Mensch gesundheitlich beeinträchtigt wird, können darüber hinaus auch Vorschriften des Zivilrechts (Schadensersatz) sowie des Strafrechts einschlägig sein.

 

*gewerblich im Sinne der Vorschrift ist jeder, der Trinkwasser im Rahmen einer mit Gewinnabsicht ausgeübten Tätigkeit zur Verfügung stellt. Dieser Tatbestand ist bereits bei einem Vermieter gegeben, der Wasser dergestalt aufbereitet. 

Ihr Wettbewerbsvorteil

Clevere Gyms, Hotels, Altenheime, Bäder, Saunen, Campingplätze machen aus der Pflicht einen knallharten Wettbewerbsvorteil im immer gesundheitbewussteren Markt. Klicken Sie und lesen Sie mehr.

Linktable, Presseberichte (Download)

'Neue Pflichten, neue Haftungsrisiken

Die Trinkwasserverordnung 2011 für Immobilieneigentümer und -verwalter'

 

Eine kompakte, verständliche Zusammenfassung der Auswirkungen der TrinkwasserV 2011 sowie der Konsequenzen bei Nichtbeachtung. Timo Fritsch, der Verfasser, ist Rechtsanwalt und zugleich Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht. Veröffentlicht auf Immoclick24.de, abrufbar unter obigem Link.

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Fernsehbeitrag ZDF WISO Oktober 2011

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Flyer der Freien und Hansestadt Hamburg zum Thema Legionellen

Kompakte Zusammenfassung sowie Erklärung zum Download.

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Link zum Niedersächsischen Landesgesundheitsamt:

Information über Legionellen sowie die Melde- und Beprobungspflichten auch für 'private' Vermieter.

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Link zum Hauptstadtportal Berlin.de > Legionellen:

Information über die neue TrinkwasserV 2011 sowie FAQ

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Link zum Gesundheitsamt Rastatt > Merkblatt mobile Trinkwasseranlagen:

Jahrmärkte, Volksfeste, Messen etc.

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Link zum Gesundheitsamt Rastatt > Infektionsschutz Wasser- und Umwelthygiene:

Sammlung Merkblätter zu Infektionskrankheiten, Hygieneanforderungen u.ä.

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Presseberichte
Veröffentlichungen des Hamburger Abendblatts vom 2.1.2012

> 'Neue Verordnung treibt Mietnebenkosten hoch'
> 'Wasserprobe wird Pflicht, Mieter sollen zahlen'
> sowie der Kommentar

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2.1.2012 Hamburger Abendblatt.pdf
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TrinkwasserV 2018 Beprobungspflicht für:

Hotels /Pensionen

Fitness /Gyms

Bäder /Saunen

Campingplätze

Kreuzfahrtschiffe

Ferienheime

Alters- /Pflegeheime

Krankenhäuser

Kindergärten, KiTas

Friseure

Miethäuser

Die TrinkwasserV 2018 beschreibt die Betreiberpflichten: Wasserkessel größer 400 Liter oder mehr als 3 Liter Stagnationswasser in der Leitung sind beprobungspflichtig. Die Intervalle variieren zwischen einem und drei Jahren (Anlagen f. Wohnmieter).

 

Flyer Ver/Mieter WEG-Verwalter
131025 Flyer Trinkwasserbeprobung.pdf
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