Probenahmeventil

Für Probenahmen am Kesselausgang bzw. Zirkulationsrücklauf sind Probeentnahmeventile zwingend vorgeschrieben.

Der Vorteil dieser Ventile liegt in der Desinfektionsmöglichkeit mittels Abflammen. Damit werden Fehlbewertungen durch etwa noch vorhandene Bakterien am Auslauf des Wasserhahns vermieden.

 

 Hier ein Link auf das Produkt der Firma Schell.

 

 

FAQ

FAQ Legionellen
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Legionellenbildung reduzieren

Grundsätzliches

Legionellen vermehren sich in warmem und in stagnierendem Wasser besonders gut. Sie verhalten sich also nicht anders, wie Algen auf stehenden Tümpeln und Seen, die dort wesentlich schneller wachsen, als in Fließgewässern. Das gilt übrigens nicht nur für Warmwasser, sondern auch parallel verlegte, schlecht isolierte Kaltwasserleitungen!

Totleitungen

Daher sollten Leitungsstränge immer gut von einander isoliert verlegt werden.

Selten oder gar nicht gebrauchte Anlagenteile sollten mit Schiebern konsequent vom Leitungsnetz getrennt und entleert werden. So wird verhindert, dass der an den Rohrinnenwänden entstehende Biofilm (= Bakterienteppich) aus den nicht genutzten Wasserleitungen Bakterienpakete in das Fließwasser einstreut und diese damit kontaminiert.

Dauerhaft nicht gebrauchte Wasserleitungen sind vollständig von der Hauptversorgung zu trennen.

Pseudo-Totleitungen

Selbst in regulär betriebenen Trinkwasseranlagen kann Gefahr lauern durch sogenannte Pseudo-Totleitungen. Das sind Wasserleitungen zu Duschen und Hähnen, die über längere Zeit nicht gebraucht werden. Ein längerer Urlaub, Krankenhausaufenthalt, Überwintern in südlichen Gefilden oder schlicht nicht mehr gebrauchte Installationen in Gästezimmern etc. sind gefährlich. Hier bildet sich natürlich auch ein Biofilm aus Legionellen und anderen Bakterien. Diese wachsen auf und kontaminieren irgend wann den Hauptwasserstrang retrograd. Hier hilft gelegentliches, kurzes Spülen (alle 2 Wochen), Nachbarschaftshilfe oder der Einbau Selbstspülender Armaturen.

Infektionsgefahr reduzieren

Wasser in Anlagen, die lange nicht genutzt wurden (Ferienwohnungen, Wohnwagen, Yachten) hat keine Trinkwasserqualität mehr. Daher sollte man vor der Trinkwasserentnahme (Duschen) das Wasser erst einmal abregnen lassen. Während dessen den Raum verlassen und gut lüften. Nach 5 Minuten Abregnen hat sich die Gefahr der Ansteckung stark verringert. Totzdem sollten Anlagen vor saisonaler Inbetriebnahme grundsätzlich chemisch (zB mit Chlordioxid) desinfiziert werden.

Desinfizieren

Thermisch

 

Die Thermie (thermische Desinfektion) arbeitet mit heißem Wasser und ist im Prinzip von Jedermann mit eigenen Mitteln zu erledigen.

 

Dazu muß 3 Minuten lang heißes Wasser mit einer Temperatur von wenigstens 70º C abregnen. Dabei ist der Wäremeverlust zwischen Speicher und Dusche entsprechend zu berücksichtigen. Eine Speicherausgangstemperatur von 73º - 75º sollte ausreichen.

 

 

Die hohe Temperatur tötet zuverlässig alle Legionellen ab, die sich an den Rohrinnenwänden in dem sogenannten Biofilm angelagert haben.

 

Auch die Legionellen im Fließwasser überlbeben nicht.

 

 

Diese Methode hat jedoch gravierende Nachteile:

 

> Legionellen in den unteren Schichten des Biofilms überleben und vermehren sich wieder.

 

> Thermie muss regelmäßig wiederholt werden

 

> Kein Aus- oder Abtrag des Biofilms

 

> Hohe Energiekosten

 

> Hohe Wasserkosten

 

> Hohe Belastung der Rohrleitungen durch temperaturbedingte

   Ausdehnung/Zusammenziehung an Stößen und Verbindungen

 

> Sogenannte Totleitungen werden nicht desinfiziert

 

> Wenn die Prozedur nicht peinlich genau durchgeführt wird, ist sie sinnlos

 

Chemisch

Die chemische Desinfektion erfolgt mit Chlordioxid (ClO2). Dabei handelt es sich um ein wasserlösliches Gas, das in dieser Form mittels einer Dosierpumpe in den Trinkwasserstrang eingeimpft werden kann. ClO2 reagiert dabei mit allen Bakterien im Wasser, also auch mit Legionellen und verbraucht sich dabei. ClO2 wird seit 70 Jahren zur Trinkwasserdesinfektion erfolgreich eingesetzt. In der Dauerdesinfektion wird das Trinkwasser weder farblich, noch geschmacklich verändert. Es ist auch nicht riechbar.

 

Dabei gibt es 2 zugelassene Desinfektionsarten:

 

1. Stoßdesinfektion

Die hierbei verwendete Konzentration von 6 mg Clo2/l Trinkwasser ist nicht zum Trinken geeignet, also nur in Anlagen durchführbar, bei denen Trinkwasserentnahme ausgeschlossen werden kann. Gemäß DVGW Arbeitsblatt W551 muß nach der Befüllung der gesamten Trinkwasseranlage eine Einwirkzeit von 12 h eingehalten werden, bevor das Prozeßwasser komplett ausgespült wird. Damit eignet sich die Stoßdesinfektion für die Übernacht- oder Wochenenddesinfektion bestens.

Die hohe Konzentration ClO2 greift nicht nur die Bakterien im Biofilm an, sondern löst den Biofilm von den Rohrinnenwänden ab. Damit kann dieser meist schon nach einer einzigen Desinfektion mit gründlichem Frischwasserspülen komplett ausgeschwämmt werden.

 

2. Dauerdesinfektion:

Bei 0,2 mg Clo2/l Trinkwasser ist ClO2 für die Trinkwasserdesinfektion zugelassen. Diese sehr geringe Konzentration genügt aber bereits, um Bakterien im Fließwasser und in der oberen Schicht eines etwaig vorhandenen Biofilms abzutöten. Ist zuvor eine Standdesinfektion durchgeführt worden, baut sich bei der Dauerdesinfektion mit ClO2 kein Biofilm auf.

 

3. Resümee:

Die chemische Desinfektion ist mit Anfangsinvestitionen für die Dosierstation sowie die Installation der Anlage verbunden (wir bieten die chem. Desingektion auch als Dienstleistung an). Die Betriebskosten bei Dauerdesinfektion sind jedoch denkbar niedrig, da nach Trinkwasserverordnung 3 Gramm ClO2 ausreichen, um 15 m³ Trinkwasser zu desinfizieren.

Dem ebenfalls in der Trinkwasserverordnung festgelegten Chemikalienminimierungsgebot wird dadurch entsprochen, dass die ClO2 Anlage für mehrere Wochen abgeschaltet werden kann, ohne dass ein massives Aufwachsen von Legionellen oder Biofilm zu befürchten ist.

Damit ist die chemische Desinfektion im Vergleich zur Thermie die insgesamt bessere Alternative.

TrinkwasserV 2001 ff. Beprobungspflicht für:

Hotels /Pensionen

Fitness /Gyms

Bäder /Saunen

Campingplätze

Kreuzfahrtschiffe

Ferienheime

Alters- /Pflegeheime

Krankenhäuser

Kindergärten, KiTas

Friseure

Miethäuser

Die Trinkwasserverordnung 2001 sowie die Ergänzungen 2011/2012 beschreiben die Betreiberpflichten: Wasserkessel größer 400 Liter oder mehr als 3 Liter Stagnationswasser in der Leitung sind beprobungspflichtig. Die Intervalle variieren zwischen einem und drei Jahren (Anlagen f. Wohnmieter).

 

Flyer Ver/Mieter WEG-Verwalter
131025 Flyer Trinkwasserbeprobung.pdf
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